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Der "Tamburizzaverein ADRIA Wien" ist der älteste noch bestehende Tamburizzaverein Wiens. Er
wurde am 3. Mai 1911 von Zuwanderern aus Böhmen und Mähren gegründet, war von 1939
bis 1945 verboten und konnte erst 1947 wieder aktiv werden. Er verwendet Originalinstrumente aus
den Jahren 1911 - 1935 des Farkas-Systems, ebenso ist das Notenmaterial aus den Gründungsjahren zum
Großteil im Original erhalten.
Die Tamburizza gehört zu jenen Instrumenten, die gezupft und tremoliert werden, ähnlich
wie die russische Balalaika, die italienische Mandoline, die spanische Gitarre u.ä. Die
Tamburizzamusik entwickelte sich in zwei Richtungen: Die "Slavonische Richtung" pflegte ein
konzertantes Auftreten der Spieler unter der Leitung eines Dirigenten. Milutin Farkas propagierte
das sogenannte "Quintsystem der zweistimmigen Tamburizza, welches nach ihm als "Farkas-System"
bezeichnet wird. |